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Chinas Windindustrie stellt ihre Produkte vor

05.09.2018

Chinas Windindustrie stellt auf der WindEnergy Hamburg ihre Produkte für den globalen Markt vor

Der Global Wind Summit, der vom 25. bis 28. September in der deutschen Hafen- und Handelsmetropole Hamburg stattfindet, ist das größte und bedeutendste Treffen der Windindustrie weltweit. Er kombiniert die Weltleitmesse WindEnergy Hamburg mit der globalen Konferenz des bedeutendsten Windenergieverbands WindEurope zu einer hochkarätigen und einzigartigen Plattform für Business, Networking und Information für die Onshore- und Offshore-Windindustrie. Auch zahlreiche Unternehmen aus China, dem bei weitem größten Windenergiemarkt weltweit, zeigen großes Interesse, ihre Produkte und Dienstleistungen auf der WindEnergy Hamburg vorzustellen. Die chinesischen Turbinen- und Komponentenhersteller sowie weitere Unternehmen der Branche suchen zunehmend auf internationalen Märkten nach Absatzmöglichkeiten und Kooperationspartnern. Die Branchenverbände Chinese Wind Energy Equipment Association (CWEEA) und Jiangsu Renewable Energy Association (JSREA) unterstützen die Weltleitmesse und haben Delegationen organisiert, die nach Hamburg reisen.


Chinas Windindustrie stellt auf der WindEnergy Hamburg ihre Produkte für den globalen Markt vor

China – Asiens wachstumsstärkster Windmarkt
Ende letzten Jahres deckte China 4,8 Prozent seines Strombedarfs mit Windstrom, wie dem GWEC Global Wind Report 2017 zu entnehmen ist. Weiteren Statistiken zufolge wurden im vergangenen Jahr in China neue Windturbinen mit einer Gesamtnennleistung von 19,7 GW errichtet. Damit verfügte das Land zu Jahresende onshore und offshore über eine installierte Basis von insgesamt 169 GW. Allein im Offshore-Bereich wurden 1164 MW an Nennleistung neu installiert; das ergab eine Gesamtleistung von 2,8 GW. Mit diesem „Spurt“ des Offshore-Segments eroberte sich das Land den dritten Platz der Weltrangliste – hinter Großbritannien und Deutschland.

Der auf erneuerbare Energien spezialisierte Marktanalyst MAKE prognostiziert, China werde sein erklärtes Ziel von 210 GW an nationaler installierter Gesamtleistung für 2020 noch übertreffen. Diese und weitere Zahlen aus dem „Regional Report - China Wind Power Outlook 2018“ lassen erwarten, dass die chinesischen Bauträger in der nächsten Dekade bis 2027 im Jahresdurchschnitt 23 GW an neuer Turbinenleistung ans Netz bringen werden. Allerdings sagt MAKE zunächst einen Abschwung im Windmarkt bis 2020 voraus, bedingt durch die Umstellung von der bislang üblichen Einspeisevergütung auf den neuen Ausschreibungsmechanismus sowie durch wirtschaftliche Einbußen aufgrund der noch unzureichenden Aufnahmefähigkeit der Übertragungsnetze. Bereits vor Ende dieses Jahres soll jedoch der Prognose zufolge die jährliche Netzanbindungskapazität die installierte Kapazität übersteigen und dann diesen Vorsprung beibehalten.

In China ist der Strombedarf entlang der Ostküste am höchsten. Das Land verfügt entlang seiner 14 500 km langen Küstenlinie vom Golf von Bohai im Norden bis zum Golf von Tonkin im Süden über umfangreiches Onshore- und Offshore-Windpotenzial. Die Windgeschwindigkeiten nehmen entlang der Ostküste nach Süden hin zu; dies ist teils durch das häufigere Auftreten von Taifunen bedingt, die für alle hier tätigen Windturbinen-Lieferanten Herausforderungen mit sich bringen.

2018 sind insgesamt 39 chinesische Wind-Unternehmen auf der WindEnergy Hamburg präsent. Auf der Ausstellerliste finden sich zahlreiche Anbieter von Hardware, beispielsweise die Windturbinen-OEMs Envision Energy und MingYang Smart Energy sowie der Getriebe- und Turbinenhersteller CRRC. Envision wird sein neuestes Windturbinenmodell EN148-4.5MW vorstellen, zusammen mit den Neuentwicklungen im 2MW- und 3MW-Portfolio für den Onshore-Bereich. Das Unternehmen engagiert sich zunehmend in internationalen Märkten wie Südamerika, beispielsweise in Chile, Mexiko und Argentinien.

Ming Yang erstmals auf der Weltleitmesse
MingYang Smart Energy nimmt dieses Jahr zum ersten Mal an der WindEnergy Hamburg teil. Executive President and CTO Zhang Qiying betont: „Diese globale Messe bietet uns eine einzigartige Chance, unsere neuesten Produkte, unsere technischen Eigenentwicklungen und unsere optimalen Lösungen einem internationalen Fachpublikum vorzustellen. Unsere kompakten, mittelschnell laufenden MySE-Triebstränge für Onshore- und Offshore-Turbinen weisen zahlreiche Weiterentwicklungen auf, die nach wie vor hohe Leistung mit großer Zuverlässigkeit vereinigen. Unsere Experten werden auf der Messe die Eigenschaften und Vorteile aller Modelle einschließlich ihrer durchweg positiven Leistungsbilanz erläutern.“ Abgesehen von China hat MingYang Windenergieprojekte in Pakistan, Indien und Bulgarien verwirklicht.

Im Chinesischen Nationen-Pavillon auf der Weltleitmesse stellen verschiedene Spezialisten ihre Produkte vor, darunter der Schmiedetechnik-Spezialist WuXi BaoLu Heavy Industry, der Stahlkomponenten für Windturbinen herstellt, beispielsweise Flansche für Masten, Hauptwellen, Getriebewellen, Manschetten und Zylinder. Xi'an Airborne Electromagnetic Technology positioniert sich als Anbieter von Komplettlösungen für Schutz gegen Blitzschlag und elektromagnetische Störungen. Guangzhou Goaland Energy Conservation Tech stellt Wasserkühlungssysteme für Leistungselektronik-Komponenten wie Frequenzkonverter her.

Zu den führenden ausländischen Windturbinen-Lieferanten, die auf der WindEnergy Hamburg ausstellen und eigene Fertigungswerke in China betreiben, zählen GE, Siemens Gamesa und Vestas. GE beispielsweise besitzt in China ein Gondel- und Naben-Montagewerk sowie eine Rotorblattfabrik von LM Wind Power, die auch Drittkunden beliefert und neuerdings Rotorblätter mit Längen von mehr als 75,1 m anbietet. Siemens Gamesa fertigt in China Rotorblätter und lässt gleichfalls Gondeln und Naben montieren. Der Hersteller hat seine 4MW-, 6MW- und 7MW-Offshore-Turbinen bereits an einen chinesischen Lieferanten lizenziert. Ein neuer, in diesem März unterzeichneter Vertrag bezieht nun auch die Weiterentwicklung der 8MW-Maschine SG 8.0-167 DD mit ein.

Der aus den USA stammende Aussteller TPI Composites will in Yangzhou/Jiangsu in der ersten Jahreshälfte 2019 ein neues Rotorblattwerk eröffnen. „Im Rahmen unseres Vertrags wird TPI Composites Rotorblätter für die marktführende Vestas-Windturbine V150-4.2 MW herstellen – die längsten, modernsten Rotorblätter unter allen Onshore-Modellen. Damit stellen wir unsere Fähigkeit heraus, jene hohe Lieferketten-Flexibilität zu schaffen und langfristig zu gewährleisten, die für die heutigen weltweiten Windenergiemärkte unverzichtbar ist,“ erläutert Jean-Marc Lechêne, Executive Vice President und Chief Operating Officer bei Vestas.

Zu den führenden, in China aktiven Komponentenherstellern, die auf der WindEnergy Hamburg präsent sind, gehören auch die Wälzlagerspezialisten Rothe Erde und Schaeffler (FAG) und SKF. Mit ihnen konkurrieren inzwischen chinesische Aussteller wie die Tianma (Chengdu) Railway Bearing Co. Ltd. Das Unternehmen stellt Lager sowie Getriebe für Windturbinen her.

Auch die deutschen Unternehmen Winergy und ZF Wind Power besitzen eigene Getriebewerke in China. Sie und ihr chinesischer Wettbewerber NGC Group werden auf der WindEnergy Hamburg jeweils ihre jüngsten Neuentwicklungen im Bereich intelligenter Getriebetechnologie zeigen. Im Juli dieses Jahres gab der finnische Getriebehersteller Moventas seinen Markteintritt in China bekannt. Janne-Pekka Yrjönen, Leiter Geschäftsentwicklung, meint dazu: „Dieser Schritt erschließt uns einzigartige geschäftliche Möglichkeiten, die sich aus der Größe, dem Wachstumspotential und der rapiden Entwicklung Chinas ergeben. Die Etablierung einer Präsenz vor Ort ist ein logischer Schritt, um von dem zu erwartenden weiteren Wachstum profitieren zu können. Außerdem möchten wir unsere lokalen Partner unterstützen und hoffen, auch chinesische Windturbinenhersteller bald zu unseren Kunden zählen zu können.“

WindEnergy Hamburg und Husum Wind
Der Global Wind Summit findet vom 25. bis 28. September 2018 in der Windhauptstadt Hamburg statt: Auf der WindEnergy Hamburg präsentieren rund 1400 Aussteller aus aller Welt ihre Produktneuheiten und Projekte. Die Weltleitmesse für die Onshore- und Offshore-Windbranche bildet den globalen Markt mit der gesamten Wertschöpfungskette ab. Parallel veranstaltet WindEurope in den Hallen der Hamburg Messe die globale On- und Offshore Konferenz. Zum Global Wind Summit versammelt sich die Welt der Windenergie alle zwei Jahre in Hamburg. Das Who's Who der deutschen Windbranche trifft sich vom 10.-13. September 2019 auf der HUSUM Wind, Partner und wichtigste deutsche Windmesse im Folgejahr. Weltmarktführer, Business-Pioniere, innovative Start-ups: On- und Offshore-Unternehmen präsentieren Spitzentechnologie, Produkttrends und Best-Practice aus Deutschland und angrenzenden EU-Ländern.



Bild & Text: windenergyhamburg.com

 

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