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Public Transport auf der InnoTrans

31.07.2018

Public Transport auf der InnoTrans: Innovative Systeme für Milliarden Fahrgäste

• Nachfrage im Öffentlichen Personennahverkehr steigt
• Fahrgäste stellen höhere Informationsansprüche
• Digitale Vernetzung spielt immer größere Rolle
• Zehn Busse im Bus Display


Public Transport auf der InnoTrans: Innovative Systeme für Milliarden Fahrgäste

Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) legt seit Jahren im In- und Ausland deutlich zu. Allein in Deutschland nutzten im Jahr 2017 laut dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) rund 10,4 Milliarden Fahrgäste öffentliche Verkehrsmittel - 140 Millionen mehr als in 2016, Tendenz weiter steigend. Ähnlich stark präsentiert sich das Segment Public Transport auf der InnoTrans 2018 vom 18. bis 21. September. Über 400 Aussteller zeigen auf 22.000 Bruttoquadratmetern ihre neuesten Produkte in den Bereichen Informationstechnik und Fahrgeldmanagement, Funk- und Telekommunikation sowie Software, Ticketing und Verkehrsmanagement. Dieses Segment ist damit das drittgrößte auf der InnoTrans.

Digitale Vernetzung ist auch in diesem Jahr bei den Ausstellern wieder ein Schwerpunktthema. Sie dient zum einen dazu, Kunden einen schnellen Zugang zu allen Verkehrsträgern zu ermöglichen und die bestmögliche Kombination in Sekundenschnelle anzuzeigen. Zum anderen für die Verkehrsträger selbst, die das wachsende Angebot auf diese Weise leichter und sicherer steuern können.

Smarter Komfort für Kunden
Nicht nur die Warteschlange am Fahrkartenautomaten auch die Ticketbuchung via Internet gehören vielleicht bald der Vergangenheit an: Jetzt löst eine App im Smartphone das Ticket automatisch beim Einsteigen und berechnet die Fahrtkosten nach dem Aussteigen jeweils über GPS-Ortung. Die FAIRTIQ AG aus Bern (Halle 2.1, Stand 104) hat bereits 21 Partner in der Schweiz sowie Abnehmer in Österreich, Deutschland und den Niederlanden.

Das Unternehmen Scheidt & Bachmann (Halle 2.1, Stand 203) verfügt über eine langjährige Erfahrung bei der Realisierung von Ticketingsystemen. „Ein Highlight auf der Messe wird sicher unsere aktuelle Produktinnovation FareGo Suite sein – unsere Antwort auf die Anforderungen, die der Markt heute an ID-basiertes Ticketing stellt,“ so Sebastian Borowski, International Sales Director. Zu den Features zählen unter anderem Datenverarbeitung in Echtzeit für systemweite Prozesse wie Tarifanpassungen oder fahrgastfreundliches Ticketing für beispielsweise automatische Bestpreisfindung.

Digitale Lösungen für die Verkehrsbetreiber
Mida Solutions aus Padua (Halle 7.1b, Stand 201) vereint Kommunikation, ob Durchsagen oder Zugfunk GSM-R, und verknüpft sie mit Voice-over-IP auf einer Wiedergabekonsole, auf die von allen Geräten aus zugegriffen werden kann.

Maßgeschneiderte Ansagen: Die Firma Code Factory aus Barcelona (Halle 4.1, Stand 223) liefert die weltweit größte Programmpalette für Stimmen und Spracherkennung. Mit dem neuen Programm NUANCE stellt sie ein System, das Texte in mehr als 40 Sprachen und 70 verschiedene, natürliche klingende Stimmen umwandelt.

Einen wichtigen Baustein für autonom fahrende Züge liefert Rail Vision aus Israel (Halle 6.1, Stand 202). Optische und thermische Sensoren am Triebfahrzeug identifizieren auch bei schwierigen Sichtverhältnissen Hindernisse wie Tiere, Steine oder umgefallene Bäume bis zu einer Entfernung von zwei Kilometern im vorausliegenden Gleis. Das System schickt Warnungen zugleich an den Fahrer und das Kontrollzentrum.

Tests für neue Entwicklungen brauchen das passende Personal zur rechten Zeit am rechten Ort. Die Hays AG (Halle 6.1, Stand 119) vermittelt für derartige Systemüberprüfungen rechtssicher vollständige Expertenteams, auch für Werkverträge.

Angebot soll „nachhaltig und überall verfügbar“ sein
Das spanische Unternehmen GMV (Halle 2.1, Stand 412), führender Anbieter von ITS-Lösungen und schlüsselfertigen Projekten für den öffentlichen Verkehr, präsentiert mit dem „GMV Planner“ ein Optimierungswerkzeug für Betrieb und Instandhaltung von Transportfahrzeugen. Die An-Bord-Plattform „deepsy“ ermöglicht es Drittanbietern sogar, eigene Programme für vorhandene Geräte zu entwickeln. „Der Öffentliche Verkehr muss sich immer weiter in Richtung eines nachhaltigen und gleichzeitig überall verfügbaren Angebots für die Kunden entwickeln“ erklärt Iker Estébanez, Leiter Geschäftsentwicklung. „Wir tragen hierzu mit innovativen Lösungen bei, wie dem „eco-driving system", das Fahrer in einer effizienteren Fahrweise unterstützt und die OPEX-Ausgaben der Betreiber reduziert.

Grünes Licht für öffentliche Verkehrsmittel: Die finnische Firma SATEL Oy (Halle 4.1, Stand 509), führend im Bereich der unabhängigen Datenfunktechnik, zielt auf eine Senkung der Verlustzeiten und des Schadstoffausstoßes. Die Fahrer von Bussen und Straßenbahnen können über spezielle Datenfunknetze direkt bei den Kontrollzentralen Ampelpriorität erfragen, um flüssigeres Fahren zu erreichen.

Public Transport Forum: Neue Mobilitätsformen im Fokus
Im elften Public Transport Forum dreht sich alles um die Zukunft und Digitalisierung des ÖPNV. Am 20. September (10.00 – 12.30 Uhr, Halle 7.3, Raum Berlin) setzen Verkehrsbetreiber und Experten Impulse und diskutieren mit dem Publikum über neue Mobilitätsformen und den daraus resultierenden Anforderungen an die IT. Das neue International Bus Forum widmet sich am gleichen Tag (14.00 – 16.00 Uhr, Halle 7.3, Raum Berlin) den Elektrobussen im ÖPNV und der Frage, inwieweit sie als Lösung für Luftreinhaltung und Klimaschutz im städtischen Verkehr dienen können.

Veranstaltet vom Deutschen Verkehrsforum (DVF), Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Verband der europäischen Schienenverkehrsindustrie (UNIFE) und dem Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) widmet sich die InnoTrans Convention im Palais am Funkturm in fünf Veranstaltungen Themen wie dem grenzübergreifenden Zugverkehr, den Innovationen für Klimaschutz, Kundenqualität und Mobilitätsdienste sowie der Frage nach den Rahmenbedingungen für einen besseren ÖPNV auf dem Land.

Bus Display: Einladung zum Mitfahren
Öffentlicher Nahverkehr hat heute einen anderen Stellenwert als noch vor einigen Jahren. Er steht für Umweltbewusstsein und praktische Anbindung. Moderne Fahrzeugtypen zeigt unter anderem das bei Busausstellern beliebte Bus Display im Sommergarten. Hier können Fachbesucher klimafreundliche Elektro-Busse auf einem 500 Meter langen Rundlauf bei einer Testfahrt live erleben. Zu den Ausstellern hier zählen unter anderem Alstom, Ebusco, Linkker, Solaris und VDL. Weitere Informationen zum Bus Display unter www.innotrans.de/BusDisplay.



Bild & Text: innotrans.de

 

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