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A+A 2017 Vorschau-Statement: Der Mensch zählt

17.05.2017

A+A 2017 Vorschau-Statement: Der Mensch zählt

Unsere Arbeitswelt hat sich in vielerlei Hinsicht verändert. Die Anforderungen an die Beschäftigten sind komplexer geworden und erfordern hohe Flexibilität und Mobilität. Vor allem die Digitalisierung der Arbeitswelt und die Auswirkungen dieser Prozesse auf die Arbeitsbedingungen stehen aktuell im Fokus. In einer repräsentativen Studie in Deutschland (DGB-Index Gute Arbeit 2016) gaben 82 Prozent der Beschäftigten an, ihre Arbeit werde durch Digitalisierungsprozesse beeinflusst, 60 Prozent davon sprachen von hohem oder sehr hohem Maße. Diese Gruppe berichtet überwiegend über eine höhere Arbeitsbelastung, eine wachsende Arbeitsmenge und mehr Multitasking. Auch die Überwachung und Kontrolle habe für eine Mehrheit der Befragten zugenommen. Doch nicht nur Digitalisierung und Individualisierung sind Merkmale nahezu aller Arbeitsplätze, auch durch den demografischen Wandel ergeben sich neue Herausforderungen und Chancen. Alle Maßnahmen zum Erhalt der Arbeitskraft haben daher ebenso große Bedeutung wie Arbeitsschutz und betriebliche Sicherheit: Sie verbessern das Leben der Menschen, indem sie sie vor Gesundheits- und Sicherheitsrisiken am Arbeitsplatz schützen. Gleichzeitig steigern sie die Produktivität und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.


A+A 2017 Vorschau-Statement: Der Mensch zählt

Vom 17. bis 20. Oktober 2017 dreht sich in Düsseldorf alles um die Themen Persönlicher Schutz, Betriebliche Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Dann treffen sich auf dem Messegelände Fachbesucher aus der ganzen Welt zur Internationalen Fachmesse mit Kongress A+A. Bereits heute ist gesichert, dass die A+A 2017 den kompletten Überblick über die weltweit neuesten Trends und Produkte in den Bereichen des Arbeitsschutzes, der betrieblichen Gesundheitsförderung und des Sicherheitsmanagements im Betrieb bieten wird. Rund 1.900 Aussteller werden an der Leitmesse teilnehmen, Unternehmen aus allen Kontinenten haben sich angemeldet. Für alle Experten aus dem betrieblichen Arbeitsschutz- und Sicherheitsmanagement, für Personalverantwortliche und Betriebsräte, Einkäufer aus der Industrie, Fachhändler, Betriebsärzte, Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Polizei, Mitarbeiter aus Berufsgenossenschaften und Unfallkassen sowie Inhaber kleinerer Betriebe ist die A+A die wichtigste Veranstaltung. Sie findet im Zwei-Jahres-Turnus statt.

Die A+A ist jedoch nicht nur die führende und größte Messe ihres Marktsegments, sie hat auch seit ihrem Start 1954 über Jahre hinweg dazu beigetragen, die Aufmerksamkeit für die Themen Arbeitsschutz und betriebliche Gesundheitsförderung weltweit zu stärken. Neue Entwicklungen wurden stets zeitnah in das Themenspektrum von Fachmesse und Kongress aufgenommen. Seit der ersten A+A – damals Messe für Arbeitsschutz + Arbeitsmedizin – hat sich viel getan: In der Europäischen Union wurde vor 25 Jahren die erste Rahmenrichtlinie Arbeitsschutz angenommen; seitdem hat die EU mit hohen Standards beim Schutz der Arbeitnehmer vor Gesundheits- und Sicherheitsrisiken stets eine Vorreiterrolle gespielt. Seit 2008 ging die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle um nahezu ein Viertel zurück. Gleichzeitig sank der Anteil der Arbeitnehmer in der EU mit mindestens einem gesundheitlichen Problem, das durch ihre Arbeit verursacht oder verschlimmert wurde, um fast zehn Prozent. Dennoch gibt es weiterhin große Herausforderungen: Schätzungsweise 160.000 Menschen sterben in Europa jedes Jahr an arbeitsbedingten Krankheiten. Es gehört zu den obersten Prioritäten, die hohen europäischen Standards zu wahren und zu aktualisieren. Die Europäische Kommission hat sich aktuell verpflichtet, weitere Schlüsselmaßnahmen zu ergreifen. Sie zielen darauf ab, EU-Recht und EU-Arbeitsschutzvorschriften an sich ändernde Beschäftigungsmodelle und gesellschaftliche Entwicklungen anzupassen.

In den meisten Unternehmen, insbesondere europaweit, wird längst die Erkenntnis umgesetzt, dass präventiver Arbeitsschutz und gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen nicht nur Geld kosten, sondern auf der anderen Seite große Ausgaben einsparen, die durch Unfälle und krankheitsbedingte Ausfälle entstehen können. Und man sichert sich langfristig betriebswirtschaftliche Vorteile:

- MitarbeiterInnen, die unter gesunden, sicheren und angenehmen Bedingungen arbeiten, fühlen sich wohl. Dies steigert die Kreativität, Produktivität und somit Qualität der Arbeit.
- Wer Arbeitsplätze auf mögliche Gefährdungen untersucht, Mängel aufdeckt und beseitigt, verbessert die Arbeitsprozesse. Das Unternehmen wird sicherer und effizienter.

Auf der A+A 2017 wird die gesamte Bandbreite an Produkten und Services für den persönlichen Schutz und die Realisation gesunderhaltender, sicherer Betriebsabläufe präsentiert. Die Hersteller werden überzeugend ihre Innovationskraft darstellen – das Angebot reicht von Corporate Fashion und ergonomischen Büromöbeln über Schutzausrüstungen bis zu Brandschutz- und Notfallmanagement sowie betrieblichen Umweltschutzmaßnahmen.

Parallel zur A+A Fachmesse wird der 35. Internationale Kongress für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin umfassend über aktuelle Themen und Herausforderungen der Branche informieren. Er wird erneut organisiert von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Basi). Dort läuft die Themenplanung aktuell auf Hochtouren, zahlreiche Ideen und Vorschläge aus der Branche werden ausgewertet, konkretisiert und in ein Vortragsprogramm umgesetzt. Erneut werden wieder über 50 Veranstaltungsreihen angeboten werden, mehr als 300 Referenten werden auf aktuelle Fragestellungen eingehen und Problemlösungen aufzeigen. Fester internationaler Programmbestandteil des A+A Kongresses ist erneut die Konferenz der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). In drei Sessions werden sich Arbeits-, Sicherheits- und Gesundheitsexperten mit folgenden Themen befassen:

- Arbeitssicherheit und -gesundheit in der globalen Lieferkette
- Wie Unternehmen und Arbeitnehmer Daten zu Arbeitssicherheit und -gesundheit erheben und auswerten können, um betriebliche Sicherheit und persönlichen Schutz zu verbessern
- Gewalt und psychosoziale Risiken am Arbeitsplatz

Neben der Fachmesse und dem Kongress zählen zu den etablierten Programmelementen der A+A auch die Foren, Themenparks und Sonderschauen. Sie zeigen spezifische Lösungen für einzelne Bereiche und Branchen auf und machen Wissen für die Fachbesucher erlebbar.

Der Treffpunkt Sicherheit und Gesundheit in Halle 10 ist die Sonderschau der Bundesarbeitsgemeinschaft für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit Basi e.V. und ihrer internationalen und nationalen Partner. Hier sind die ideellen Träger des Arbeits- und Gesundheitsschutzes vertreten, das sind Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände, Ministerien und staatliche Einrichtungen, Berufs- und Fachverbände, Hochschulen und weitere Institutionen. Für Besucher ist der Treffpunkt das Kompetenzzentrum für alle Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Alle Angelegenheiten aus den Bereichen Vorschriften, Unfallversicherung, Schutzausrüstungen, Gefahrstoffe, Berufs-krankheiten, betriebliche Gesundheitsförderung, Rehabilitation usw. können mit Fachleuten besprochen werden. Dieses umfangreiche Beratungsangebot ist einmalig und nur auf der A+A in dieser Bandbreite anzutreffen. Daneben stehen Informationsmaterialien und -medien bereit, die durch unterhaltsame und informative Aktionen auf den Ausstellungsständen ergänzt werden.

Im Trendforum Safety & Security in Halle 11 werden einfache und verständliche Vorträge zu sechs Fokusthemen einen Einblick in aktuelle Entwicklungen geben. Dabei sind folgende Schwerpunkte geplant:

- Vermeidung von Staubbelastung
- Explosionsschutz
- Sicherer Umgang und Lagerung von Gefahrstoffen
- Betrieblicher Brandschutz und Notfallmanagement
- Absturzsicherung

Im Themenpark Betrieblicher Brandschutz und Notfallmanagement in Halle 6 zeigen informative Präsentationen und Live-Demonstrationen, welche Maßnahmen Unfälle, Großschadensereignisse und Rettungs-aktionen verhindern helfen. Der Werkfeuerwehrverband Deutschland (WFVD) informiert zu Themen aus den Bereichen betriebliche Sicherheit und Brandschutz, insbesondere zu

- Retten aus einem Schacht
- Retten aus einem Behälter
- Plattform-Rettung / Evakuierung
- Gerüstrettung

Thematisiert wird das Rollenverständnis zu Prävention, Intervention und Schnittstellendiskussion in den Unternehmen.

Arbeits- und Schutzbekleidung schützt die Träger vor Unfällen – aber nur dann, wenn sie wirklich zum Einsatz kommt. Tragekomfort und ansprechendes Design erhöhen deutlich die Akzeptanz bei den Anwendern. Die Hersteller der Schutzausrüstung legen deshalb zunehmend Wert auf modische Aspekte. In den täglichen A+A Fashion Shows in Halle 11 wird schwungvoll und ansprechend präsentiert, wie modisch und vielfältig moderne Arbeits- und Schutzkleidung angeboten wird. Top-Design und Sicherheit schließen sich längst nicht mehr aus! Intelligente Lösungen und neue Materialien unterstreichen dies.

Im Fokus des Bühnenprogrammes Workplace Design & Corporate Health in Halle 10 stehen die ergonomische Gestaltung von Arbeitsplätzen und -prozessen im Büro sowie die betriebliche Gesundheitsförderung. Die Vermittlung guter Praxis unter Berücksichtigung der Kriterien menschengerechter Arbeitsgestaltung, Mensch-Maschinen-Schnittstelle, Prävention und Wirtschaftlichkeit wird dabei einen besonderen Stellenwert einnehmen. Aktuelle Themen wie z. B. die altersgerechte Gestaltung von Arbeitsplätzen, Beleuchtung, Klima und Akustik werden ebenfalls berücksichtigt. Ergänzend zu den Präsentationen der nicht-kommerziellen Institutionen und Organisationen haben Aussteller die Möglichkeit, ihren Beitrag auf der Bühne vorzustellen. Alle Vorträge werden simultan übersetzt.

So klappt die Rettung aus Extremsituationen: Die Kooperationspartner Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V. (DLRG) zeigen es in Halle 6 in der Sonderschau Sicheres Retten aus Höhen und Tiefen. Thematisiert werden mittels eines Tauchbeckens und überbauter Klettereinrichtung Praktiken für die Rettung verunfallter Personen – gleich, ob über oder unter Wasser. Der inhaltliche Fokus liegt neben der Ablauforganisation der Rettung auf der sicheren Arbeit der Helfer und auf geeigneter Persönlicher Schutzausrüstung (z. B. Absturzsicherung).

Partnerland Großbritannien
Ergänzt wird das Rahmenprogramm zur A+A 2017 durch die Aktivitäten rund um das Partnerland Großbritannien, die einen deutsch-britischen Arbeitsschutzdialog unter Beteiligung wichtiger Branchenverbände, Institutionen und der Politik zum Ziel haben. So wird sich das britische Health and Safety Executive, ein unabhängiges Expertengremium zur Beratung der britischen Regierung, [...]in die Messe und die Sonderschauen einbringen sowie Vorträge im Kongress und der ILO-Konferenz bestreiten. Das HSE agiert im öffentlichen Interesse mit dem Ziel, tödliche Arbeitsunfälle und schwere arbeitsbedingte Erkrankungen in der britischen Arbeitswelt zu minimieren.

Zwar erfolgte die Wahl des Partnerlandes durch den Veranstaltungsbeirat bereits während der A+A 2015, also zeitlich deutlich vor dem Brexit-Referendum, doch angesichts der veränderten Gegebenheiten gewinnt der grenzüberschreitende Erfahrungs-austausch umso mehr an Bedeutung. So ergeben sich aus der aktuellen politischen Situation heraus auch für die Anbieter von Schutzartikeln und Sicherheitsausrüstungen viele Fragen. Die A+A 2017 wird als maßgebliche Branchenplattform Raum geben, die geschäftlichen und institutionellen Beziehungen intensiv zu diskutieren und mehr über den britischen Markt mit seinen knapp 32 Millionen Erwerbstätigkeiten zu erfahren.

Die Ausstellerbeteiligung aus Großbritannien zählt traditionell zu den stärksten bei der A+A: 2015 beteiligten sich 85 Aussteller und präsentierten auf mehr als 3.700 Quadratmetern innovative Produkte und Dienstleistungen.

A+A steht unter günstigen Marktvorzeichen
Wer im Oktober zur A+A nach Düsseldorf reist, wird eine Branche erleben, die sich im Wachstum befindet. Der Markt für Persönliche Schutzausrüstungen umfasst aktuell weltweit ein Volumen von rund 18 Milliarden Euro. 38 Prozent davon (5,8 Milliarden Euro) entfallen auf die Märkte der Europäischen Union, 1,8 Milliarden Euro allein auf Deutschland. Experten gehen von einem weiteren Marktwachstum aus.

Von diesen positiven Zukunftsaussichten werden die Aussteller der A+A 2017 profitierten, denn dank des hohen internationalen Expertenzuspruchs haben sich Fachmesse und Kongress als weltweit führende Plattform für sichere und gesunde Arbeit etabliert. 65.000 Fachbesucher aus über 80 Ländern kamen zur A+A 2015, mehr als 30 Prozent von ihnen reisten aus dem Ausland nach Düsseldorf. Fast zwei Drittel aller Gäste waren dem Top- und Mittleren Management mit hoher Beschaffungskompetenz zuzuordnen. Die Aussteller zeigten sich nach der Messe beeindruckt von der hohen fachlichen Kompetenz der Besucher und waren überwiegend sehr zufrieden mit dem geschäftlichen Erfolg. Die Fachbesucher ihrerseits lobten das umfassende internationale Angebot in allen Bereichen, die Vielzahl der Neuheiten und die ergänzenden Informationen in Kongress und Rahmenveranstaltungen. Mehr als die Hälfte der Besucher gab nach der Messe an, neue Lieferanten und Geschäftspartner gefunden zu haben; 97 Prozent empfehlen einen Besuch der A+A weiter.

Diese Zahlen zeigen: Die A+A 2017 ist eine Reise wert für alle, in deren beruflichem Mittelpunkt sicheres und gesundes Arbeiten steht.

 



Text & Bild: aplusa.de

 

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