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Licht-Werkzeuge revolutionieren deutsche Industrie

30.05.2017

Zukunftsstudie: Licht-Werkzeuge revolutionieren deutsche Industrie

64 Prozent der Industrie-Manager in Deutschland rechnen damit, dass Licht-Werkzeuge die klassische Fertigung revolutionieren werden. Gut jeder Zweite geht sogar davon aus, dass Photonik-Lösungen die mechanische Materialverarbeitung in den traditionellen Fertigungsbranchen weitgehend ersetzen wird. Der Erforschung von Photonik-Lösungen „Made in Germany“ räumen die Industrieexperten bei dieser Entwicklung eine Schlüsselrolle ein. Das sind Ergebnisse des LASER-World-of-PHOTONICS-Trendindex 2017 der Messe München. Dafür wurden 100 Industriemanager von einem Marktforschungsinstitut in Deutschland befragt.


Zukunftsstudie: Licht-Werkzeuge revolutionieren deutsche Industrie

70 Prozent der Industrie-Manager sind überzeugt, dass Photonik-Lösungen zu den wichtigsten Treibern der Industrie 4.0. zählen. Wenn es darum geht, Maschinen sehen und fühlen zu lassen oder Roboter mit neuen Methoden der Materialverarbeitung auszurüsten, sind Lösungen mit Licht gefragt. Die große Mehrheit der Betriebe in Deutschland setzt Photonik und laserbasierte Systeme derzeit vor allem beim Schweißen, Schneiden und Bohren ein (74 Prozent). Dazu kommen optische Technologien, beispielsweise für die Bildverarbeitung (58 Prozent).

Experten testen die Technologie
Die Industrie-Manager erwarten vom Werkzeug Licht neue Impulse sowohl für die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Betriebe (61 Prozent) als auch die großen Industrie-Branchen. Die Mehrheit der Fertigungsexperten analysiert bereits heute schon konkrete neue Einsatzmöglichkeiten für Laser und Licht (64 Prozent). Dabei sind die Firmen beispielsweise an photonik- und laserbasierten Lösungen interessiert, mit denen sich die Fertigungsprozesse automatisieren lassen.

Betriebe wollen mit Wissenschaft kooperieren
Zu den wichtigsten Leistungsmerkmalen zählen die befragten Experten die Präzision von Lichtwerkzeugen bei der Arbeit (94 Prozent), neue Bearbeitungstechniken für Oberflächen und Schichten (79 Prozent) sowie den Einsatz für vernetzte Maschinenkommunikation (73 Prozent). Um die Chancen aus Forschung- und Entwicklung besser nutzen zu können, wünschen sich die Unternehmen eine engere Zusammenarbeit mit externen Experten. Rund 80 Prozent wollen in der Aus- und Weiterbildung für neue Lichtanwendungen mit der Wissenschaft kooperieren.

„In Europa und insbesondere in Deutschland hat sich eine hervorragende wissenschaftliche Infrastruktur gebildet“, sagt Prof. Peter Loosen vom Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT. „Die Wissenschaft unterstützt die Industrie anwendungsnah, wirkungsvoll und zielgerichtet bei der Einführung photonischer Technologien.“

„Auf der Weltleitmesse LASER World of PHOTONICS in München können sich die Teilnehmer über die aktuellen Potenziale und Herausforderungen der Photonik informieren“, sagt Dr. Reinhard Pfeiffer, Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München. Vom 26. bis 29. Juni 2017 werden in den Münchener Messehallen rund 1.300 Aussteller und mehr als 30.000 Fachbesucher aus über 70 Ländern erwartet. Zudem kommen die Spitzenforscher der Branche beim World of Photonics Congress zusammen.



Text & Bild: world-of-photonics.com

 

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