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Sonderschau Jugend der VDW-Nachwuchsstiftung

20.09.2016

Sonderschau Jugend der VDW-Nachwuchsstiftung auf der AMB 2016

Mit dem Bau eines Formel 1-Modellwagens die Begeisterung für Metallberufe wecken

Leuchtende Augen, staunende Gesichter: Über 3.000 Schülerinnen und Schüler allgemeinbildender und Berufsschulen besuchten in den vergangenen Tagen die „Sonderschau Jugend“ auf der AMB Internationale Messe für Metallbearbeitung (13. - 17. September 2016) in Stuttgart. Einige von ihnen nahmen stolz einen selbst montierten Formel-1-Modellflitzer mit nach Hause, nachdem sie alle notwendigen Teile eingesammelt und dabei ihre Herstellung erlebt hatten.

Mit dem Bau eines Formel 1-Modellwagens die Begeisterung für Metallberufe wecken

„Toll, weil man hier alles ausprobieren kann.“ Mia, elfjährige Schülerin aus Esslingen, ist begeistert von der Sonderschau Jugend. Die beiden 14-jährigen Kevin und Leonard, können nur zustimmen: „Es gefällt uns sehr gut, in der Schule machen wir auch viele Sachen mit Technik. Wir wollen später auch mal was mit Programmieren machen.“ Und Lukas, 9 Jahre, findet es gut, „dass man hier so viele unterschiedliche Sachen machen kann und dass man ein Rennauto bauen kann.“ Das bestätigt auch Alissa Wiech. Sie ist Auszubildende im zweiten Lehrjahr für Kauffrau und Büromanagement bei Trumpf und hat zusammen mit anderen Azubis die Messe geplant. Während der AMB betreute sie die Station Laserschneiden: „Die Sachen kommen gut an, weil man hier auch mal zuschauen kann; von den Formel-1-Wagen sind alle ganz begeistert.“

Umfassendes Infoangebot für den Nachwuchs
Der Modellbau war nur eines der Highlights dieser Sonderschau, mit der die Nachwuchsstiftung des VDW Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken junge Menschen an technische Themen heranführen und für einen Beruf in der Werkzeugmaschinenbranche begeistern will. So soll der abnehmenden Zahl von Fachkräften für die deutsche Maschinenbaubranche entgegengesteuert werden.

Auch der Werkzeugmaschinenhersteller DMG Mori nutzte die Gelegenheit, um den jungen Besuchern live die modernste Fertigungstechnik für die CNC-Ausbildung in Zeiten von Industrie 4.0 zu präsentieren. Auszubildende berichteten über ihre spannende Berufsausbildung und Personalverantwortliche informierten über Karrierechancen in der Werkzeugmaschinenbranche. Vertreten waren auch die Berufsschulen mit anspruchsvollen Ausbildungsprojekten im Metallbereich. Hochschulen informierten über die Wahl des richtigen Studienfachs und Live-Vorführungen sowie das tägliche Bühnenprogramm sprachen Jugendliche, Lehrer und Ausbilder gleichermaßen an.

Komplette Prozesskette
Der Formel-1-Bolide war natürlich der Renner der Schau. Beim Einsammeln der benötigten Teile lernten die Jugendliche einen Produktions- und Entstehungsprozess von der Zeichnung bis zur Montage live vor Ort kennen. Diese Prozesskette verdeutlicht die Attraktivität und die breit gefächerte Ausbildungsvielfalt der Branche. Jeder, der einen solchen Rennwagen baut, so das Kalkül, wird ihn im Freundeskreis und in der Schule zeigen, von dem tollen Tag berichten – und so zum Multiplikator für die Werkzeugmaschinen-Branche.

Begeistert war auch Heinz-Jürgen Prokop, der Vorsitzende des VDW. Er stattete der Sonderschau einen Besuch ab und ermunterte die jungen Leute, einen Beruf in der Metallbearbeitung zu ergreifen: „Durch digitale Vernetzung entstehen im Moment ganz neue Möglichkeiten und viele interessante Aufgaben, weil die IT, die Logistik, die Datenwissenschaften dazukommen.“ Zu den bisherigen Grundlagen, die auch weiterhin Bestand haben werden, kämen so neue, spannende Aspekte. Ängste, dass die Fertigung in Billiglohnländer abwandern könnte, zerstreute er: „Die Anforderungen an Schnelligkeit und Flexibilität werden steigen und damit wird es wieder mehr Sinn machen, hier zu produzieren.“

Digitalisierung in die Ausbildung
Peter Bole leitet die VDW-Nachwuchsstiftung. Für ihn bot die Sonderschau Jugend mitten auf der AMB die Möglichkeit, mit etwa 800 Lehrern und Ausbildern ins Gespräch zu kommen und über die anstehenden Veränderungen in der Ausbildung zu reden. Denn natürlich muss Ausbildung auch auf die Digitalisierung der Fertigungsprozesse reagieren. „Wir entwickeln derzeit in einem Modellprojekt im Auftrag des Bundesinstituts für Berufsbildung eine Zusatzausbildung ‚Fachkraft für digitale Fertigungsprozesse‘, die angehende Zerspanungsmechaniker freiwillig machen können.“ 200 Stunden dauert sie und wird mit einem Zertifikat abgeschlossen. Mittel- bis langfristig sollen die Inhalte in die normale Ausbildung integriert werden. „Wir besprechen hier zum Beispiel mit den Lehrern und Ausbildern, welche Lehrinhalte man dafür streichen kann.“
 

Die Partner der Sonderschau Jugend:

DMG Mori Academy GmbH
Dr. Johannes Heidenhain GmbH
Emco GmbH
FPS Werkzeugmaschinen GmbH
Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH
Green Team Uni Stuttgart e.V.
INDEX-Werke GmbH & Co. KG
Maschinenfabrik Berthold Hermle AG
Paul Horn GmbH
Renishaw GmbH
Siemens AG
SolidCAM GmbH
TRUMPF GmbH + Co. KG
Weiler Werkzeugmaschinen GmbH



Text & Bild: messe-stuttgart.de/amb

 

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