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Vernetzung macht das Autofahren noch sicherer

23.09.2015

Wissmann: Vernetzung macht das Autofahren noch sicherer

CarIT-Kongress auf der IAA

„Bei etwa 90 Prozent der Verkehrsunfälle spielt menschliches Fehlverhalten eine Rolle. Die Unterstützung des Fahrers durch Assistenzsysteme in über- oder unterfordernden Situationen wird deshalb signifikante Verbesserungen mit sich bringen. Hier kann die Technologie dem Menschen mit dem vernetzten und automatisierten Fahren behilflich sein“, betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), heute auf dem carIT-Kongress in Frankfurt. Unter dem Motto „Future Mobility: vernetzt & autonom“ trafen sich im Rahmen der IAA Pkw 2015 über 500 Entscheider aus der Automobil- und IT-Industrie sowie Vertreter von Wissenschaft und Politik. Themenfelder wie Car-to-Car-Kommunikation, E-Mobility und IT, Infotainment, Apps und Bedienung, Intelligente Navigation und Verkehrsmanagement standen im Mittelpunkt der Referate und Keynotes. Veranstalter des Kongresses sind das Fachmagazin carIT, der VDA und Bitkom.

Vernetzung macht das Autofahren noch sicherer


„Die deutsche Automobilindustrie wird das automatisierte Fahren in evolutionären Schritten vom assistierten über das teil- und hochautomatisierte zum vollautomatisierten Fahren einführen. Schon heute gibt es viele Assistenzfunktionen, die zum Beispiel die Geschwindigkeit oder den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug regeln oder den Fahrer bei Notbremsungen oder beim Rangieren und Manövrieren unterstützen. In einigen Jahren werden erste Fahrzeuge mit entsprechender Sensorik, Aktuatorik und Fähigkeit zur Informationsverarbeitung ausgestattet sein, die Funktionen der Hoch- und Vollautomatisierung ermöglichen. Diese automatisierten Fahrfunktionen sind zunächst für Autobahn- und Staufahrten und das Parken zu erwarten. In fernerer Zukunft werden zunehmend auch Fahrten über Land und in der Stadt unterstützt werden“, erklärte Wissmann.

„Das automatisierte Fahren wird einen bedeutenden Beitrag zur Verkehrssicherheit und zur Effizienz im Straßenverkehr leisten. Der Zugewinn an Sicherheit und die Reduzierung von Staus spielen hierbei für die Bevölkerung die wichtigste Rolle. Eine vom VDA in Auftrag gegebene und im August 2015 durchgeführte Studie mit 1.028 Teilnehmern zwischen 16 und 64 Jahren verzeichnet, dass jeweils 37 Prozent der Befragten die Vorteile des automatisierten Fahrens vor allem bei mehr Sicherheit und weniger Unfällen sowie weniger Staus und einem besseren Verkehrsfluss sehen“, sagte Wissmann. Der Weg zur Hoch- und Vollautomatisierung sei jedoch nicht nur ein technologischer, sondern bedürfe ebenfalls der nationalen und internationalen Anpassung und Harmonisierung rechtlicher Rahmenbedingungen, so der VDA-Präsident.

„Das vernetzte Auto wird ein integraler Bestandteil einer multimodalen Verkehrslösung sein. Innovative Apps und Dienste werden neue Nutzungskonzepte für die Zeit im Lebensraum Automobil ermöglichen, diese abwechslungsreicher gestalten und das Autofahren einfacher, sicherer und effizienter machen“, erläuterte Wissmann.

Prof. Rupert Stadler, Vorsitzender des Vorstands der Audi AG, beschrieb in seinem Vortrag, wieviel Digitaltechnik heute bereits in einem Audi steckt, an welchen Zukunftslösungen die Marke arbeitet und wie dabei der Schulterschluss mit Partnern aus anderen Industrien, Politik und Städtebau gelingt. „Ohne CarIT gäbe es keine Innovation beim Licht, beim Antrieb, bei den Assistenzsystemen, eigentlich kaum mehr an einer Stelle im Auto. Unsere Kunden erwarten nicht mehr reine Hardware. Sie erwarten neue Dienstleistungen und leistungsstarke CarIT an Bord“, so Stadler.

Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, ging in seiner Keynote auf die industriepolitische Perspektive des vernetzten und automatisierten Fahrens ein: „Das Fahren automatisierter und vernetzter Autos wird uns das Leben erleichtern. Dem Automobilland Deutschland eröffnet es beachtliche Wachstumspotentiale, denen im Zuge des immer schärferen internationalen Wettbewerbs eine Schlüsselrolle zukommt. Damit diese Potentiale hierzulande genutzt werden, müssen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaften an einem Strang ziehen. Gemeinsames Ziel muss sein, Deutschland zum Leitmarkt und vor allem zum Leitanbieter der neuen Technologien zu machen. Die Industriepolitik muss deutlich artikulieren, was jetzt aktiv anzugehen ist, damit Deutschland seine Systemführerschaft im Automobilbau behält und ausbaut. Dies betrifft vielfältige Fragen von der Forschungspolitik über die Datensicherheit und den Datenschutz bis hin zur Akzeptanz der neuen Techniken im Straßenverkehr.“

Der ganztägige carIT-Kongress bot weitere hochkarätige Referenten, zu denen Dr. Christoph Grote, Bereichsleiter Forschung, neue Technologien, Innovationen, BMW Group, Martina Koederitz, Mitglied des Präsidiums BITKOM, Axel Schmidt, Managing Director Automotive Lead (EALA) Accenture, Prof. Dr. Stefan Bratzel, Direktor Center of Automotive Management, Christoph Hartung, Head of Connected Car, Mercedes-Benz Cars, und Dr. Wieland Holfelder, Leiter Google Entwicklungszentrum Google Germany GmbH, zählten. Die sehr gut besuchte Veranstaltung wurde durch eine intensive Abschlussdiskussion abgerundet.



Text & Bild: iaa.de

 

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